Nachtrag zu "Morellino di Scansano DOCG 2007 #tltd Lidl"
>> Dienstag, 29. September 2009
Der Weinreporter Mario Scheuermann fasst den "TwitterLidlTastingDay"in einem Artikel auf seinem Blog "The Drink Tank" noch einmal zusammen.
Der Weinreporter Mario Scheuermann fasst den "TwitterLidlTastingDay"in einem Artikel auf seinem Blog "The Drink Tank" noch einmal zusammen.
Gestern abend fand nun der "TwitterLidlTastingDay" statt. Initiator Mario Scheuermann, Winemaker Dirk Würtz und ein paar kommentierende Twitterer nahmen an diesem virtuellen "Fest der Sinne" teil.
Vorweggenommen, die gängigen (Vor?)Urteile gegen Discounterweine bediente dieser Tropfen nicht. Kirschiges, dunkles Rot im Glas. Ein durchaus ansprechendes Bukett aus Schattenmorellen, türkischen Kaffee und floralen Noten nach Hagebutten. Scheuermann und Würtz nahmen ergänzend noch eine kräftige Tabaknote wahr.
Anfänglich am Gaumen sehr eckig und brandig. Präsente Säure, Cocktailkirschen mit ausgleichenden, leicht getrockneten Datteln. Das Finish war zu Beginn noch recht dünn und zeigte einen geschmacklichen Touch von Bittermandeln auf. Mit etwas Luft wird der Wein etwas artiger.
Dieser Wein ist durchaus ein anständiger Vin de Pays, ein Tafelwein. Meiner Meinung nach erhält er standhafte 80 Punkte! Doch der große Bluff ergibt sich wohl eher aus der angepriesenen Discounteroffenbarung. Meiningers Weintest gibt diesem Tropfen tatsächlich 90 Punkte und erteilt ihm das Prädikat "herausragend". Nun die Kooperation von Lidl und Meininger hat zu einem wahren Run geführt, so dass der Wein innerhalb eines Tages in vielen Teilen Deutschlands ausverkauft war. Gratulation dazu!
Ansonsten wird mich wohl Meiningers Weintest in Zukunft eher peripher tangieren...
LIDL hat ab Montag, dem 28.09.2009 einen Morellino di Scansano DOCG 2007 im Angebot.
Dieser Sachverhalt interessiert den Direttore normalerweise ähnlich, wie an welchen Ort Claudia Roth von den Grünen zum Namentanzen und Raucherstäbchenanzünden geht.
In diesem besonderen Fall aber "ergattert" dieser Tropfen eine “Herausragend, 90 Punkte www.meiningers-weintest.de”Bewertung. Diese lässt natürlich aufhorchen!
Was steckt dahinter? Die Geschmacksrevolution der Diskounter oder doch eher ein "heißes Lüftchen" aus Verstrickungen, die Dirk Würtz auf seinem Blog aufzeigt?
Auf Initiative von Mario Scheuermann wird dieser Wein am Abend des 28.09.2009 live auf Twitter verkostet und besprochen. Warten wir gespannt, was dieser Wein wirklich zu bieten hat...
Folgende Weintwitterer nehmen bis zum jetzigen Zeitpunkt teil:
@weinreporter @helgehagener, @borismaskow, @gazzettadelvino, @Wuertz
Region: Rheinhessen
Rebsorte: Riesling
Alkoholgehalt: 12%
Weingut Neef-Emmerich
Dirk Emmich aus Bermersheim macht wirklich sehr geradlinige und in sich stimmige Weine. So bietet er hier schon eine ordentliche Qualität beim einfachen Gutsriesling. Hellgelb mit leicht grünlichen Reflexen präsentiert sich dieser Rheinhesse sehr steril im Glas. Ansprechendes Aroma aus klarem Granny Smith und einladenden Pfirsich. Am Gaumen spritzige Mineralität. Frische Pfirsich/Säure Kombination, dennoch geschmeidig am Gaumen. Kernig und trockener Abgang. Das Ganze für ca. 5€. Für diesen Preis hatte ich bisher keinen besseren Riesling im Glas. Einfach und einfach gut!
Ich habe seit langem nicht mehr so gelacht. Nachdem derzeit soviele Komödien frei nach dem Motto "Hau drauf und Schluß" produziert werden, ist "Willkommen bei den Sch'tis" ein kleines Meisterwerk. Es geht um den Postbeamten und Südfranzosen Philippe Abrams. Dieser wird unfreiwillig versetzt. Er muss zu den Sch'tis, wie die Nordfranzosen wegen ihres Dialekts genannt werden. Dieser Film funktioniert auch in Deutschland nur all zu gut, da die Sch`tis eine ähnliche Bevölkerungsgruppe, wie die Ostfriesen sind.
Aber sehen Sie selbst im folgenden Trailer:
Rebsorten: 35 % St. Laurent, 30 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5 % Syrah
Alkohol:14,00% Vol.
Säure: 3,8g
Restzucker: 1,1g
Weingut Markus Schneider
Da erzähle man mir doch noch einmal deutscher Rotwein schmecke fad und sei unspektakulär. Markus Schneider vinifiziert das Gegenmittel zu dieser These. "Black Print". So präsentiert sich dieses Monstercuvee auch im Glas. Tiefschwarz mit violetten Reflexen. Frisches, volles Bukett aus diversen kräftifgen Waldbeeren, Kakao- und Marzipannoten mit einem rauchigen Touch.
Am Gaumen rassige Tannine, präsente Würze vom Aroma Curry bis Chilli reichend. Mineralisch. Ein Hauch von Tonic legt sich über den Gaumen. Stachelbeeren und Johannisbeerenmousee. Extrakt- und facettenreich. Trocken. Spannender Abgang. Kein großer, aber ein wichtiger Tropfen. Ein ungezähmter Individualist!
Rebsorten: Syrah, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot
Alkoholgehalt: 14 %
Herkunft: Meseta
Es regnete den ganzen Tag und langsam muß man sich wohl damit abfinden, dass die kälteren Temperaturen Einzug halten werden. Heute abend sollte es etwas monumetales sein, das wenigsten die inneren Temperaturen wieder auf Hochsommer steigen lassen sollte. Ein kräftiges Cuvee aus Syrah, Cabernet Franc und Petit Verdot von der Dominio de Valdepusa kam da gerade recht. Vorsorglich dekantiert. Aus der Vorsorge wurde ein Zwang, da das erste Glas nach einer Stunde mir erstmal ein säure- und alkoholwuchtiges Brett vor den Kopf stieß. Nach drei Stunden nun ein neuer Versuch. Im Glas tiefrot mit purpurnen Reflexen. Orpulentes Aroma nach Johannis- und Blaubeeren, dominierend würzige Note nach Salbei und frischem Eukalypthus. Frischledernuancen. O Ton Etikett "gentle spiciness of French Oak". Untertreibung im negativen Sinne. Stark präsenter Eichengeschmack lässt wenig Platz für die sonstigen Wahrnehmungen. In Bezug auf Säure und Taninne sehr eckig. Würzig, kirschig und im Finish trockene Bittermandel. Am Ende überwiegt die Gerbsäure zu sehr, so dass dieser Tropfen leider ungenießbar im derzeitigen Stadium ist. In ein paar Jahren vielleicht nochmal aufziehen. Ach so, Thema verschiedene Prioritäten, das weibliche Geschlecht an meiner Seite lobte das Etikett. Hilft dem Wein auch nichts mehr...
Region: Mosel
Rebsorte: Riesling
Heute stand ein Riesling von Twitterkollege und Winemaker @ritsch zur Verkostung. Ihn durfte ich an dem berühmt, berüchtigten Drehtag in Gau Odernheim bei Dirk Würtz kennenlernen. Mal sehen, ob seine Weine ähnlich sympathisch sind, wie er.
Im Glas präsentiert sich dieser Tropfen leicht getrübt und goldgelb. Zurückhaltende Blume nach reifen Aprikosen, grünem Apfel und einer floralen Note nach Honigblüten. Am Gaumen süße Honigmelone, Nuancen von Mandarine und aktzentsetzende Grapefruit. Leichter Abgang dünnen Körpers. Alles in allem süffig und saftig. Für mich, wie wir in Bayern sagen würden, ein "Brotzeitwein".
Region: Südtirol - Alto Adige
Bereich: Auer, Neumarkt,
Tramin
Restzucker: 2,90 g/l
Gesamtsäure: 5,90 g/l
Alkohol: 12,90 % Vol.
Rebsorte: Weissburgunder
Produktion: 75 Hl/Hektar
Nach schwierigen und niederschlagsreichen Anfangsmonaten in 2008, wurde den Südtirolern ein Traumherbst geschenkt mit langen Sonnenstunden.
Dieser Weissburgunder präsentiert sich im sterilen hellgelb mit ausgeprägten grünen Reflexen. Im Bukett eine grasig frische Note. Unreife Birne, ein wenig Lemone und dominierender Geruch nach frischem Gras. Am Gaumen opulente Fruchtpräsenz. Williamsbirne. Litschi und ein leichter Touch nach Blutorange. Sehr extraktreich, befriedigend eingebautes Säuregerüst. Insgesamt leider zu opulent bis hin zu erschlagender Gesamteindruck. Säuerlicher Abgang mittleren Körpers. Nur sehr frisch zu genießen, höchstens 9 Grad Celsius. Dieser Pinot Bianco ist alles in allem einfach zu schrill, wie ein defekter Vox Continental E-Gitarren Verstärker...
Ein kurzer Nachtrag zum Post "Too old to die young! Element of Crime mit neuer Single!"
Nun das Video auch auf unserem Blog!
Noch 8 Tage, dann kommt die LP auf den Markt mit dem Titel, man mag es kaum glauben, " Immer da wo du bist bin ich nie"...
Eine schöne Entwicklung des Web 2.0 ist die immer größer werdende Zugänglichkeit zu Informationen und das breitere Angebot von Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am Geschehen seiner Subkultur bzw. seines Interesses.
So geht auch Penfolds Chef-Önologe Peter Gago neue Wege und stellt ein Video der Vertikalverkostung des berühmten Penfolds Bin 389 auf der Vinexpo 2009 in Bordeaux der breiten Masse zur Verfügung. Im Normalfall ist diese Probe Weinfachleuten vorbehalten, somit stellt diese Miteinbeziehung aller Interessierten etwas außergewöhnliches dar. Verkostet werden die Jahrgänge 1976, 1985, 1991, 1998, 2002, 2004, 2005 und 2006. Die neueren Jahrgänge sind unkompliziert im Handel zu beziehen, somit bietet dieses Video eine Form von Mitmachweb an.
Einfach kurz unter untenstehenden Link anmelden und eine Weiterleitung zum Video erfolgt. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und bin auf Ihre Kritiken gespannt!
www.thomson-webcast.net/uk/dispatching/?Penfolds20090622
Was ich mich heute freue!
Eine Band, die mich schon fast mein ganzes Leben lang begleitet, kündigt ihr neues Album "Immer da wo du bist bin ich nie" mit der gleichnamigen Single an. Dass das Album in Nashville aufgenommen wurde, ist deutlich zu hören. Ansonsten alles beim guten Alten. Sven Regeners, Autor der "Herr Lehmann" Trilogie", gewohnt nüchtern romantische Lyrik, Jakob Ilias facettenreiches Gitarrenspiel, der Ex Live-Mixer von Künstlern wie Country Joe McDonald, The Incredible String Band, David Bowie und Duke Ellington, David Young am Bass und Richard Pappik am Schlagzeug.
Album folgt am 18. September, bis dahin schon einmal vorab die Single "Immer da wo du bist bin ich nie"
http://www.element-of-crime.de/html/1024.html
Alkoholgehalt :12,0 Vol%
Säuregehalt: 5,5 g/l
Restzuckergehalt: 3,5 g/l
Rebsorte(n): Inzolia, Grecanico, Catarratto
Ausbau: Edelstahl 4 Monate
Rebsorte: 90% Carinena, 10% Garnacha
Rebsorte: 100% Riesling
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