2003 Opera Côtes du Ventoux A.C. Domaine le Murmurium
>> Freitag, 10. Juli 2009
Anbauregion: Rhône
Robert Parker-The Wine Advocate 2009 91-93/ 100 Punkte
Anbauregion: Rhône
Ab und zu sind es die schlichten Sachen, die eine gelungene Arbeitswoche wohlverdient ausklingen lassen.
So möchte ich Ihnen heute eine einfache, aber dennoch genußreiche Variante des Abendmahls vorstellen.
Kein klanghafter Name, ein einfacher Auberginen, Kartoffel, Hackfleischauflauf...
300 g Hackfleisch vom Rind, 1 Schalotte(n), 1 Knoblauchzehe(n), 1 Aubergine(n), 1 Paprikaschote(n), rot, 500 g Kartoffeln, ½ Becher Schmand, ½ Becher Sahne, 100 g Feta-Käse, Salz und Pfeffer aus der Mühle, Majoran Kräuter, gemischte, frisch oder TK Butterschmalz Olivenöl .
Die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben hobeln und in heißem Butterschmalz braten, bis sie Farbe nehmen. Gut salzen.Während die Kartoffeln braten die Paprika und die Aubergine würfeln und in einer separaten Pfanne in Olivenöl braten. Die Knoblauchzehe fein hacken und kurz mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.Anschließend das Gemüse zu den Kartoffeln geben. Etwa 50 g Feta-Käse darüber bröckeln und untermischen. Die heißen Kartoffeln und das heiße Gemüse lassen den Feta-Käse dann schon ein bisschen schmelzen.Jetzt in der ersten Pfanne das Hackfleisch kräftig anbraten. Salzen und pfeffern, dann die fein gehackte Schalotte untermischen und kurz mitbraten. Das Hackfleisch ebenfalls zu der Gemüse-Kartoffel-Mischung geben und unterheben. Alles zusammen in eine Auflaufform geben.Den restlichen Feta-Käse mit einer Gabel zerdrücken und mit Schmand und Sahne verrühren. Nach Bedarf etwas salzen und gemischte Kräuter unterrühren. Die Feta-Creme über dem Auflauf verteilen und bei 180 - 190°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 min. backen.Wer es üppiger mag, nimmt mehr Schafskäse, mehr Sahne und Schmand. Quelle
Bei diesen Temperaturen fiel meine Weinauswahl auf zwei geradlinige Vin de Pays aus der Gegend um Corbières und Fenouillèdes.
Zum einen der frische Cotes d`Agly 2008 Chardonnay. Honiggelb und glasklar präsentiert sich dieser Tropfen im Glas. Einnehmendes Bukett aus weicher Williamsbirne und ein Gefühl als säße man unter einer Schirmakazie. Am Gaumen lieblicher Honig, cremige Schmeicheleien und schnörkellose Aprikose. Tolle, erregende Säure im Abgang.
Zum anderen einen Cotes d`Agly 2008 Sauvignon-Vermentino. Blassgelb und strohig dreht er seine Runden im Glas. Sehr frischer und grasiger Duft. Granny Smith und reife Grapefruit geben eine klare Geschmackslinie vor. Keine Verzierungen, keine Komplimente. Pure Frucht. Unreif, ohne dabei eckig zu wirken.
Beides sind in warmen Sommernächten gut gemachte, unkomplizierte Tafelweine, die eine unheimliche Frische und Energie ausstrahlen. Manchmal kann das Schlichte so viel mehr sein...
Armin Diel ist zurückgetreten...
Was hat die Weinwelt dadurch gewonnen, im speziellen die abtrünnigen Winzer bzw. die Printmedien? Ging es wirklich nur um einen Interressenkonflikt Winzer-Weinjournalist? Oder wurden hier lang unterdrückten Befindlichkeiten nun ein Platz an der Oberfläche des öffentlichen Interresses geschaffen?
Nun, dazu sollen Insider Stellung nehmen. Ich dagegen möchte nur auf den "Ursprung" eingehen, nämlich auf das angebotene Marketingpacket.
Ich bin Käufer und wie schon erwähnt finde ich diese ganze Diskussion aufgebläht und müßig, frei nach Shakespeare “Viel Lärm um nichts”.
Unabhängigen Journalismus gibt es nicht.
Es gibt nur unabhänigeren Jornalismus!
Wir reden hier aber nicht über CNN oder Al Jazerra, sondern über den Gault Millau!
Eine Option auf ein Marketingpaket bereitzustellen ist doch in den Printmedien nichts neues oder stellt auch keine Abhängigkeitsplanwirtschaftsrevolte dar.
Ich schalte mit die größten Anzeigen in der Augsburger Allgemeinen, deswegen habe ich aber keinen einzigen positiven Artikel über Personalleasing geerntet. Ich habe aber auch noch nicht ausprobiert, was wäre, wenn ich damit drohe auszusteigen.
Wenn Vertrieb und Redaktion getrennt sind, sehe ich also keine so riesen Chance für Geldgeberopportunismus oder sind so manch uns bekannte Weinkritiker/Journalisten auch befangen, weil sie Werbung auf ihrem Blog geschaltet bekommen? Diese Frage sollte man einmal stellen, um mal beim David ansatt beim Goliath zu beginnen.
Die Ausstiegswinzer machen Platz für kleinere Güter. Finde ich eine klasse Entwicklung.
Ich werde den Gault Millau wieder erwerben.
Am Ende entscheidet eh die eigene Nase über gefallen oder missfallen…
... oder warum ein Hotel soviel mehr sein kann ohne Personal!
Samstagabend, traumhaftes Sommerwetter und viel Ambitionen im Gepäck um diesen Abend unvergesslich zu gestalten.
Ein Zufall bescherte mir zwei Tickets für die vordersten Reihen für das Elton John Konzert im Nürnberger "Easy Credit"-Stadion.
Die ursprüngliche Besitzerin hatte sich am Abend zuvor von ihrem Lebensgefährten getrennt und sah sich nun emotional gezwungen die beiden Karten so schnell, wie möglich, abzutreten. Ich war natürlich sofort zur Stelle um sie aus dieser Lage zu befreien. Der positive Nebenaspekt, dass die Tickets nun jeweils nur noch 100€ anstatt den eigentlichen 250€ gekostet haben, soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Elton John war an diesem abend phänomenal. Gut gelaunt und mit Charme spielte er sein Repertoire der letzten 40 Jahre locker und auf den Punkt runter. Schön diesen Weltstar noch einmal live gesehen zu haben. Besonders gefiel mir die Interpretation eines meiner Lieblingssongs "Tiny Dancer".
Die Wanderung führte uns weiter in die Empfangshalle des renommierten 5 Sterne Grand Hotels. Das Ambiente und die Ausstattung dieses Gebäudes wirken traditionell exklusiv. Der Jugendstil dominiert hier das Flair. Absolut Boheme, die Hotelbar. Die letztendliche Suite komfortabel und zweckmäßig. Dieses Urteil hätte man so stehen lassen können, wäre da nicht das Personal. Das Schauspiel begann schon an der Rezeption. Keine Frage nach der Zimmerkategorie, die man haben wolle. Faszinierend wurde es als der Angestellte mit meiner Kreditkarte im Gepäck zurück kam und mich darauf hinwieß, dass diese nicht funktionieren würde. Der Klassiker der peinlichen Situationen. Normalerweise! Da ich aber den Angestellten mit einem Auge beobachtet hatte, wieß ich ihn freundlich darauf hin, die Karte richtig herum in das Gerät zu schieben. Nach tausendmaliger Entschuldigung korrigierte er sein Fehlverhalten und siehe es funktionierte tadellos. Bis dahin konnten mich diese Ereignisse nicht wirklich aus der Ruhe bringen, schwärmte doch noch Eltons "I still standing" in meinem Kopf herum.
Als ich dann die Suite betrat, stieß mir dann schon leicht das Adrenalin in höhe des melodischen Großhirns. Das Zimmer war eine Baustelle. Der komplette 5 Stock stand zur Renovierung. Wieder unten angelangt begann ich einen Dialog mit dem Angestellten, dessen Inhalt zensiert und in meiner Vitae sich niemals wiederfinden wird. Nach zehntausendmaliger Entschuldigung bekamen wir nun ohne Aufschlag (was bei einem Suitepreis von 330 € dankenswert war) die beste Zimmerkategorie des Hotels zugewiesen. Es war geschafft. Dass es ab 23:30 Uhr per Roomservice nur noch Tiefkühlpizza oder Bratwürste zu ordern gab, möchte ich schon gar nicht mehr erwähnen. Da kenne ich 3 Sterne Hotels, welche mir schon ein Rinderfilet um 01:00 Uhr servierten. Um ein Fazit zu erschließen; Das Hotel als solches ist innenarchitektonisch ein Meisterwerk, ohne sein Personal und Selbstbedienung hätte es die fünf Sterne auch verdient...
Anbauregion: Toskana
Land: Italien
Weingut: La Brancaia
Alkoholgehalt: 13.50 % Vol.
Restsüße: 1.70 g/l
Säuregehalt: 5.70 g/l
The Wine Spectator 91/100 Punkt
Der Basiswein von Brancaia, Tre, wirkte etwas unterdurchschnittlich. Selbst das Prädikat Tafelwein wäre zuviel der Ehre gewesen. Umso mehr war ich gespannt auf den Chianti Classico der Schweizer Bianca und Bruno Widmer. Im Glas präsentierte er sich klassisch weinrot mit lila Reflexen. Frischer Duft nach Kirschen, sanftes Vanillin, karamellige Nuancen. Sehr direkt sweet gehalten, ohne Rauch und Würze. Sehr blumig. Am Gaumen überraschend fleischig. War das Bukett noch edel, so überwiegt hier die Gerbsäure. Untypisch herbe Noten nach Grapefruit. Sehr strenges Zwetschgenkompott. 16 Monate Eichenfass domineren auffallend. Stark alkoholischer Abgang mittleren Körpers. Für diesen Tropfen ist es schlichtweg noch zu früh. Zurück in den Keller und in 2-3 Jahren, könnte dieser Wein der ideale Begleiter zu Spinattagliatelle mit Artischockenpesto werden. Momentan erinnert er mich an die Rettungspläne des Quelle Konzerns...
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