Filmtipp "Crossing Over"

>> Sonntag, 28. Juni 2009

Der Direttore möchte Ihnen einen bewegenden Film über den Clash of Cultures, bezogen auf (illegale) Einwanderung, Paranoia und Tradition, empfehlen. Nach Gran Turino, einer des besten Filme des Jahres bis jetzt!
Läuft seit Donnerstag im Kino.



„Crossing Over“ ist ein Film über Immigration. Und über die Träume und Albträume, die mit dem Erlangen der amerikanischen Staatsbürgerschaft einhergehen. Dabei beschränkt sich der Filmemacher Wayne Kramer anders als etwa Richard Linklater in Fast Food Nation nicht darauf, einfach nur Missstände anzuprangern. Stattdessen geht der Regisseur von The Cooler und Running Scared auch dahin, wo es weh tut. Er hält sich nicht mit plakativen Allgemeinplätzen auf, sondern setzt auf Ambivalenzen und Widersprüche. Schade nur, dass der Film in Deutschland ein Dreivierteljahr zu spät in die Kinos kommt, ist er doch ganz eindeutig als Antwort auf die von der Obrigkeit angestachelte Paranoia während der George-W.-Bush-Ära konzipiert.

Quelle

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2003 Château Mouton Bordeaux Supérieur A.C. Janoueix

>> Mittwoch, 24. Juni 2009

Region: PauillacAlkoholgehalt: 13,95%

Rebsorten: Merlot 70%, Cabernet Franc 25%, Petit Verdot 5%
Restsüße: 1,80 g/l
Säuregehalt: 4,75 g/l
89 Parker Punkte

Zuerst einmal um Irritationen zu vermeiden, das Chateau Mouton steht in keinem Zusammenhang zu Mouton Rothschild. Dennoch verfügt das Gut schon seit Zeiten Ludwig XIV. über eine hohe Reputation. Winemaker Jean-Philippe Janoueix ist für die Vinifizierung verantwortlich.
Die Mission bleibt dieselbe, die Suche nach einem qualitativ gutem Bordeaux im niedrigen Preissegment. Grundsätzlich ist der erfreuliche Trend zu erkennen, dass die Preise für Bordeaux dieses Jahr deutlich gefallen sind. Bei den Spitzenerzeugern teilweise bis zu 50%. Nun, den preisbewußten Weinfreund erregt es nur sehr dürftig, ob eine Flasche ansatt 300€ nun nur noch 150€ kostet. Weiß demnach dieser Tropfen im günstigem Segment zu befriedigen?
Im Glas präsentiert er sich tiefrot mit purpurnen Reflexen. Frisches, volles Bukett aus Himbeeren, Kirschen, leichte Ledernoten und einladender Nougat. Florale Noten nach Flieder.
Am Gaumen anregend. Typischer Pflaumengeschmack gepaart mit mit einem Hauch Bittermandel. Der große Merlotanteil sticht deutlich hervor. Leichte Unausgewogenheit bezüglich des Säuregerüsts. Grasige, herbe Noten. Etwas kurzatmig im Abgang dünnen Körpers. Obwohl dieser Tropfen erst 6 Jahre alt ist, hat er seinen Zenit deutlich übeschritten. War das Bukett noch sehr ansprechend, enttäuscht das Finish auf ganzer Linie. Leider kein Fundstück im günstigeren Segment. Die Suche geht also weiter...Zur Versöhnung Erinnerungen an The Kinks "Death of a clown".

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2004 Saga R Bordeaux A.C. Rouge Barons de Rothschild Lafite

>> Montag, 22. Juni 2009

Region: Bordeaux A.C.
Rebsorten: 40% Merlot, 60% Cabernet Sauvignon
Alkoholgehalt: 12,39% Vol.
Restsüße: 1,9 g/l
Säuregehalt: 3,20 g/l

Im Jungle der günstigeren Weine werden mittlerweile desöfteren große Namen als Deckmantel für seelenlose Rebsäfte missbraucht. Rothschild ist hierfür eines der Vorzeigebeispiele. Philippe, Domaine, Barone etc. oder kombiniert Domaines Barons de Rothschild stehen in keinem qualitativen Zusammenhang mit dem Château Mouton Rothschild. Nach einer vorherigen wenig zu begeistern wissenden Erfahrung mit dem Mouton Cadet und dem Baron Rothschild Haut Medoc, stand heute die Verkostung des Saga R an. Hatte er dem auffäligem Trend etwas entgegenzusetzen?
Im Glas präsentiert er sich rubinrot mit lilanen Reflexen. Ein dezentes, geradliniges Bukett aus dominanter Lakritze, Blaubeeren und leichter Würze. Am Gaumen schwach bissig, unreife Erdbeeren, sowie grasige Johannisbeeren fallen als einzige Nuancen in dem ansonsten ausdruckslosen Gesamteindruck auf. Rapsiger Abgang dünnen Körpers. Erinnert mich an Zidanes Kopfstoß gegen Materazzi im Weltmeisterschaftsfinale 2006. Rothschild ist tot, es lebe Chateau Mouton!

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2006 Brancaia Tre Rosso di Toscana I.G.T. La Brancaia

>> Dienstag, 16. Juni 2009

Region: Toskana
Rebsorte: Merlot 10%, Cabernet Sauvignon 10%, Sangiovese 80%
Alkoholgehalt: 13,50%
Restsüße: 2,21g/l
Säuregehalt: 5,20g/l
Robert Parker - The Wine Advocate
89/100 Punkte


Nachdem die beiden Schweizer Brigitte und Bruno Widmer das Weingut La Brancaia vor 28 Jahren erworben haben, gelten sie heute als Topadresse unter den Erzeugern der Toskana. Die Weinberge des Guts liegen in Castellina und in Rada im Chianti. 2005 und 2006 wurden die Weine von Brancaia in die Top 100 Jahresbestenliste des Wine Spectator gewählt. Heute stand der Brancaia Tre zur Verkostung an. Ein Cuvee aus dominanter Sangiovese und einem Schuß Merlot und Cabernet Sauvignon. Gilt die Beimischung der bloßen "Harmonisierung" oder überzeugt der mit Vorschußloorbeeren übersäte Rosso di Toscana geradlinig?
Tiefrot mit purpurnen Reflexen präsentiert er sich Glas. Ein kräftiges, frisches Bukett aus süßen Himbeeren, wilder Mix aus Waldfrüchten, betörende Vanille, einehmender Nougat mit ausklingender floraler Note nach Flieder. Am Gaumen verliert sich das Spektakel ein wenig. Sanft und trocken weiß er zu schmeicheln. Rote Johannisbeere, leichte Tamarillo und Klänge von Bittermandel deuten sich an. Dieser Tropfen benimmt sich sehr artig und kämpft gegen das Attribut seicht. Kurzer Abgang. Ein harmloser Begleiter, der morgen schon vergessen ist...

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