ESSER VINEYARDS Cabernet Sauvignon 2005

>> Sonntag, 19. April 2009

Website von Esser Vineyards

Rebsorten: 97% Cabernet Sauvignon, 3% Syrah
Herkunft der Trauben: Paso Robles, Lake County, Lodi und Sonoma County


Alk. 13,72% Vol.
Gesamtsäure: 7,2 g/L
Restzucker: 2,8 g/L

Heute eine Deutsche Auswanderer Erfolgsgeschichte aus den USA. Manfred Esser produziert seit 2002 eigene Weine in Kalifornien. Kalifornien? Pauschalverdacht marmeladig, alkoholreich und körperreich. Sollte heute eine Ausnahme die Regel bestätigen?
Im Glas präsentiert sich der Tropfen tiefrot mit hellbraunen Rändern. Kraftvolles Bukett aus intensiven Maikirschen, überreifen Kalamon Oliven, trockenes Leder, Haselnüsse und samtiger Nougatschokolade. Sehr einladend! Am Gaumen dichte Struktur, ohne massiv zu wirken. Pflaumen Sorbet, Himbeerlikör, grüne Paprika. Saftig. Moderater Alkoholgehalt. Ausgewogen. Geschmeidiger und körperreicher Abgang. Runder Wein, der sich perfekt zu einem herzhaften Barbecue eignet. Leckere Geschichte, die sich keinen Fehltritt erlaubt. Passend zur Grillhymne Billy Ray Cyrus "Achy Breaky Heart"

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2006 Baltasar Garnacha Vinas Viejas Bodegas San Alejandro

>> Samstag, 18. April 2009

Rebsorte: 100% Garnacha
Region: DO Calatayud
Alkohol: 14,5 Vol%
Restsüße: 0,4 g/L
Säure: 6,1 g/L

2002er 93+ Parker-Punkte
2005er 91 Parker-Punkte

Heute im Glas einen Spanier aus Calatayud. Die Garnacha Traube ist, ganz in Agentenmanier, unter vielen Namen in der Welt bekannt. Grenache noire, Garnatxa, Cannonau, Alicante und Guarnaccia um nur einige Wenige der Synonyme zu nennen. Daraus folgend ist sie die vierthäufigste angebaute Rebsorte der Welt.
Im Glas präsentiert er sich verspielt lila mit rubinroten Reflexen. Ein wuchtiges Bukett aus Schwarzkirschen, Johannisbeeren, schwarzen Oliven, leichte Vanille, schmeichelndes Toffee. Gut eingebautes Holz. Am Gaumen ein Formel 1 Wagen, ähnlich, wie der BGP 001 von Brawn GP. Süße, reife Himbeere, elegante Cocktailkirsche, Cashewnüsse, unreife Tomaten. Trocken. Leicht pfeffrige Note. Leichte Bitternoten. Harmonische Tannine. Weich, aber dennoch sehr alkoholwuchtig. Ein Tropfen mit Charakter! Dekantiertipp, eine Stunde vorher öffnen. Dieser Wein gibt geschmacklich Vollgas ohne sich jedoch irgendwann zu beruhigen.

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2007 Potate Riesling trocken Würtz

>> Sonntag, 12. April 2009

Region: Rheinhessen
Rebsorte: 100% Riesling

25 Grad Celsius an Ostern. Euphorisches Feeling nach einem langen Winter. Zur Erfrischung heute im Glas der Basisriesling Potate vom Winemaker und Web 2.0 Visionär Dirk Würtz. Da ich Dirk bisher als Bloggerkollegen und Twitterer kennen und schätzen lernen durfte, war ich gespannt, wie sich das reale Produkt nun beweisen konnte. Tag der Wahrheit!
Hellgelb mit grünstichigen Reflexen präsentiert sich der Potate im Glas. Frisches Bukett aus Granny Smith, leichter Zitrusnote und einem Touch von Lemone. Am Gaumen präsenter Elstar Apfel, animierende Grapefruit, schmeichelnde Birne. Harmonisch und geschmeidig im Finish.
Kategorie Easy Going for every Day! Erinnert mich in seiner Unbefangenheit die Kilians-"Fight the Start". Preisleistungsrakete!

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Penfolds 2006 Koonunga Hill "76" Shiraz-Cabernet

>> Mittwoch, 8. April 2009

Anbauregion: South Australia
Land: Australien
Weingut: Penfolds Wines
Trinktemperatur: 16 ° C
Alkoholgehalt: 14.80 % Vol.
Restsüße: 0.60 g/l
Säuregehalt: 6.30 g/l
Robert Parker 91/100 Punkte

Ich oute mich grundsätzlich als Penfold Anhänger. Über Thomas Hyland, BIN 2, Winemaker Selection bis hin zum BIN 389. Ich verehre sie alle. Leider ist es mir bis heute verwehrt geblieben den legendären Grange BIN 95 des grossen Winemakers Max Schubert zu verkosten. Der heutige Sparringspartner, Koonunga Hill, feiert sein 30jähriges Jubiläum. Die Flasche wird mit dem original Etikett von 1976 herausgegeben.
Wird die Feier gelungen? Tiefrot mit purpuren Reflexen präsentiert er sich im Glas. Wuchtiges Bukett aus dominierenden Kirscharoma, Vanille, grünen Oliven und einem Touch Curry. Am Gaumen herausfordernd. Trotz dekantierens, bissige Säure, auffallend gebsäurehaltig. Schwarzer Pfeffer, Johannisbeere und Baumtomate sind geladene Gäste. Molliges und herrenweinrassiges Finish. Ja, der 30jährige Geburtstag. Leider begeht der Tropfen diesen Freudentag etwas bissig. Erinnert mich an Björk-All is full of Love.

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ANATU Shiraz 2004 Facebook Verkostung mit Elke Heinemann

>> Dienstag, 7. April 2009

Link zu Pinotage 24. de

Rebsorte: Shiraz 100%
Herkunft: Westliches Kap, Westküste (Durbanville)
Alkohol: 15.50 %
Säuregehalt : 5.90 g/l
Restzucker: 2.40 g/l
PH-Wert: 3.54
2003er:
- Silbermedaille bei Fairbairn Capital Trophy 2005
- "Garagiste Award" bei Michelangelo Wine Awards 2005
- Wine-of-the-month Club 2005
2004er:
- Silbermedaille bei Michelangelo Wine Awards 2006

Zufall oder Schicksal?

Ich schlenderte so durch die virtuelle Welt, als ich bei meiner ersten Station Facebook.com halt machte, um ein Pläuschen mit meiner Weinkollegin, Elke Heinemann, zu halten. Auf die standardisierte Frage, was ich den im Glas hätte, antwortete ich mit ANATU 2004. Ein mit gefühlten tausend Ausrufezeichen "Nein, wirklich? Ich auch!" entgegnete mir. Ein ungläubiges "Gibt es wirklich solche Zufälle?" ging mir durch den Kopf. Doch dieser Sachverhalt war eher dem Schicksal zuzuordnen. Unser gemeinsamer Weinfreund und mein Kollege bei den Wine Pirates hatte uns, ohne dass wir voneinander dies wussten, die selbe Flasche zum Verkosten geschickt. Dir, Thorsten, sei auf diesem Wege erstmal herzlichen Dank gesagt!
So kam uns die Idee diesen Tropfen doch per Facebook gemeinsam zu verkosten.Elke sah ihn samtig, dicht und dunkelrot mit leichtem Rostton im Glas. Im Bukett vernahm sie stark holzige Töne, sowie eine präsente Würze. Ich empfand ergänzend dazu noch Mousse au Chocolat, kräftige Johannisbeere, sowie eine Arabica Kaffebohnennote.
Am Gaumen dominierende Würze, Bassilikum und Dill. Elke bemerkte die leichte Schärfe, die auch mich an einen Hauch von Chili erinnerte. Saftige Zwetschge gab mächtig Spiel in den Wein. Beide kamen wir zu dem Schluss, dass das Holz ein wenig aufdringlich wirkte. Ein Wein mit vielen Gesichtern. Schön ihn mit so angenehmer Begleitung verkosten haben zu dürfen.

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Dr. Loosen 2007 Riesling trocken

>> Donnerstag, 2. April 2009

Link zum Weingut Dr. Loosen

Anbauregion: Mosel-Saar-Ruwer
Rebsorte: Riesling 100%
Alkoholgehalt: 12.57 % Vol.
Restsüße: 7.10 g/l
Säuregehalt: 7.10 g/l

Welch wünderschöner Frühlingstag! Über 20 Grad Celsius?
D.h. auch Zeit vorbei für die schweren melancholischen Tropfen. Ab in den Keller zum Winterschlaf. Amarone erst wieder ab November. Der Name Dr. Loosen spricht für sich. Eines, der wenigen Weingüter, die einen gewissen Chateau Charakter besitzen. Was gibt es schöneres als ein frisches Glas trockenen Rieslings in der Sonne? Nichts, ausser vielleicht einen Amarone bei Minusgraden.
Klares hellgelb im Glas. Dezentes Bukett aus Williamsbirne. Hat sich der Duft soeben noch sehr zurückgehalten, so wird ihr Gaumen nun einem Monster von Aprikose ausgesetzt. Weiche Mineralität mit anregender Säure. Leichte Grapefruit und roter Apfel mischen sich unters Fruchtvolk. Spritziges Finish. Ein wenig zu alkoholwuchtig. Erinnert mich an "Summer Night" aus dem Musical Grease.

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