2004 Carobbio Chianti Classico DOCG

>> Dienstag, 24. März 2009

Region: Italien, Toskana, Chianti
Rebsorte: 100% Sangiovese
Alkoholgehalt: 13,5%

Generell war ich immer eine begeisterter Chiantianhänger. Dieses Attribut hat in den letzten Jahren zunehmend abgenommen. Zum einem lag es daran, dass die Qualität der großen Chianti Classicos immer mehr abgenommen hat. Wurde das gute Lesegut nur noch für die sogenannten Super Tuscans aus Bolgheri verwendet? Sicher ist, dass bei den gängigen Chiantis immer mehr geschönt wird. 90% Sangiovese plus 10% Merlot etc wird immer mehr Praxis und Routine.
Dieser Tropfen sollte mir wieder etwas Hoffnung geben. Ein 100%er Sangiovese frisch im Glas. Rubinrot mit angedeuteten orangen Reflexen. Typisches Sortenbukett aus fleischiger Kirsche und leicht süßlicher Himbeere. Am Gaumen elegante Zartbitterschokolade, spannende Stachelbeere, würziger grüner Pfeffer, leicht unreife Erdbeeren und einem Touch Lavendel. Samtiger und tanninreicher Abgang. Das Gesamtpacket stimmt. Schlicht und einfach gesagt, dies ist ein wahrer Chianti! Erinnert mich in seiner Leidenschaft an Michele Zarillos "Una Rosa Blu".

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Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main meets Best Worscht in Town

>> Montag, 23. März 2009

http://www.mmk-frankfurt.de/
Dieses Wochende zog es mich erneut nach Frankfurt. Seit langem besuchte ich einmal wieder das Museum für Moderne Kunst (MMK). Hier findet man einen großen Queerschnitt der vergangenen und aktuellen Szene. Von Roy Lichtenstein, Andy Warhol bis Blinky Palermo ist alles vertreten.

Über viele Exponate, wie die von Reiner Ruthenbeck, lässt sicherlich diskutieren. Dort überwiegt sicherlich das Marketing gegenüber der Zugänglichkeit. Erinnert uns dies nicht an den Weinmarkt?

Nachhaltig beeindruckt bin ich von der begehbaren "Twillight Arch" von James Turrell. Das Spiel zwischen Licht und Raum ist wirklich beeindruckend. Ein Gefühl, als würde man den Weltraum betreten. Verschiedenste Facetten von Befindlichkeiten machen sich breit. Ängste, durch die Dunkelheit, bis hin zu euphorischer Freude, aufgrund der Zeitlosigkeit und Ruhe, die einen umgibt. Faszinierend, wie schnell man sich gewünschten Illusionen hingibt.

Demystifizierend wirkt Thomas Bayerles "Stalin", der sich aus seinem eigenen Schnurrbart zusammensetzt. Der Besuch war auf jedenfall inspirierend. Einziger Kritikpunkt sind die Überwachungsverhältnisse, die einer Justizvollzugsanstalt ähneln. Nach den jüngsten Kunsträuben ist wohl eine Art Museumsparanoia entstanden. Auf Schritt und Tritt wird man meist von einem bis hin zu drei Wachleuten beobachtet und begleitet. Ich verspührte ab und zu den Drang einmal ganz schnell und schreiend loszulaufen, nur um die verdutzte Reaktion des Personals abzuwarten. Nun, ich konnte mich beherrschen, um ein sehr viel naheliegenderes Problem zu lösen, den Hunger.
Frankfurt ist nicht nur berühmt, aufgrund seiner Banken, Museen, Kirchen etc, sondern auch wegen einer bodenständigen Institution, nämlich die "Best Worscht in Town!". Der Snackpoint ist mittlerweile, auch durch zunehmenden medialen Interresses, zum Kult geworden. Hier gibt es wohl die schärfste Currywurst Deutschlands. Ich wählte den Schärfegrad C aus der Skala bis F. Selbst C war schon gut scharf, konnte aber durch das gute Brot und einem Schluck Kakao neutralisiert werden.
Erneut ein sympathischer Besuch in einer meiner Lieblingsmetropolen.

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Johannishof Charta Riesling Kabinett 2006 featuring Kartoffelküche Bad Homburg

>> Montag, 16. März 2009

http://www.weingut-johannishof.de/
http://www.restaurant-kartoffelkueche.de/

Liebe Leser,

nach einem turbulenten Wochenende in Frankfurt und Bad Homburg, bei denen diverse Besuche von Restaurants und Weinbars, sowie eine Appelwöi-Messe im Römer zu Frankfurt, auf dem Programm standen, möchte ich ihnen heute einmal einen bodenständigen Gastrotipp geben.

Kennen Sie dieses Gefühl? Den Wunsch nach einem langen Tag noch eine ordentliche Mahlzeit zu sich zu nehmen. Ich könnte ihnen jetzt einige Gourmettipps geben, z.B. das Brighella in Frankfurt, aber die die Meisten kennen Sie aus diversen Fachzeitschriften. Heute eine "Down to earth"-Empfehlung, die Kartoffelküche in Bad Homburg.

Unbefangen um ca. 22:00 dort reingestolpert. Rustikal, spartanisch eingerichtet. Alte Emailleschilder, meist Kartoffel als Thema, an den Wänden. Freundliche Bedienung mit deutlich einheimischen Aktzent. Erstmal einmal die Getränkekarte studiert. 6 Flaschenweine zu Auswahl. Ich entschied mich für den Johannishof Charta Riesling Kabinett 2006. Erste Runde Kartoffelpuver mit Lachs und danach war es um mich geschehen! Ein wahrhaft simples Gericht, so geschmacksintensiv zubereitet, ließ in mir den Abenteurer Indiana Jones für BMI(Body Mass Index) Geschädigte hervorkriechen. Liebe Leser, ich habe für Sie keine Mühen gescheut und noch sämtliche Gerichte der Karte durchprobiert. Highlights waren "Himmel und Erde", Pfannkuchen mit scharfen Hackfleisch, Rinderfilet Knoblauch Pfanne und die Lamm Kartoffelpfanne. So wenig speisekartliche Quantität mit soviel Qualität zubereitet, ist wirklich eine Phänomen!

Aber nun zum Wein. Im Glas strohgelbe Farbe und ein frisches, präsentes Aroma aus Birne und Cherimoya. Am Gaumen angenehm herber Geschmack, rassige Mineralität, extraktreicher Apfel mit einem Schuss Limette. Musikalische Tannine. Herrenweinartiger Abgang molligen Körpers.

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Robert Parker's Bitch by Josh Hermsmeyer

>> Freitag, 13. März 2009


Robert Parker's Bitch from Josh Hermsmeyer on Vimeo.

Robert Parker's Bitch

Written, Directed and Produced by:
Tina Caputo
for Vineyard & Winery Management.

vwm-online.com
PO Box 2358
Windsor CA 95492

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La Gazzetta del Vino`s DVD Tipp "Mondovino"-Die Wahrheit liegt im Wein

Wie heißt es doch so schön? “In vino veritas” - doch dieses hohe Ideal hat in der heutigen Zeit mehr oder weniger ausgedient. Während im kalifornischen Wein-Mekka Nappa Valley teils skrupellose Spekulanten am Werk sind, gibt es unter den alteingesessenen Wein-Dynastien in der Toskana zahlreiche Intrigen und Rivalitäten. Den kleinen Weinbauern im idyllischen Burgund sind derartige Machenschaften fast völlig fremd. Regisseur Jonathan Nossiter zeigt drei exzellente Weinanbau-Gebiete, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Werfen Sie einen Blick hinter die Fassade des Geschäftes rund um die edelsten Weine, in dem es längst nicht mehr um die beste Rebe geht, sondern um Geld und Macht…

Was mich so fasziniert ist die Tatsache, dass Regisseur Nossiter keine Bewertung abliefert oder das Geschehen kommentiert, er lässt die Akteure selber sprechen und gestikulieren und dies reicht völlig aus. In den stillen Momenten der Dokumentation erfährt man mehr über die Akteure Robert Parker, Robert Mondavi oder Michel Rolland, als ihnen selber wahrscheinlich lieb ist.

Anders als im obigen Trailer gibt es diese Dokumentation auch in deutscher Sprache und ist bei allen großen Internetversandhäusern, wie Amazon oder BOL, erhältlich.

Ihr Philipp Erik Breitenfeld

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Vorteil Schraubverschluß gegenüber Korken

>> Donnerstag, 12. März 2009

1. Vorteil
Der Wein oxidiert nicht mehr. Verschieden Korken lassen verschieden viel Luft in die Flasche, also größere Oxidationsgefahr.

2. Vorteil
Lagerung. Es besteht keine Notwendigkeit den Wein liegend zu lagern, Temperaturschwankungen sind nicht tragisch und die Feuchtigkeit spielt auch keine Rolle mehr.

3. Vorteil
Kein korkiger Wein mehr und deshalb so manches Dinner gerettet.

Aber trotzdem…Das verhält sich bei mir im Gleichnis, wie Frauen (wahlweise Männer), die Botox spritzen. Haben zwar keine Falten mehr, aber die Seele im Gesicht fehlt.

Ich oute mich als Korkenfan!

Herzlichst

Philipp Erik Breitenfeld

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St. Antony Rosé 2008 Nierstein am Rhein

>> Mittwoch, 11. März 2009

Alkohol: 11,36 Vol%
Restzucker: 6,2 g/L
Säure 7,5g/L
Der Wein wird ab Hof für 5,90 € verkauft, besteht aus der Rebsorte St. Laurent und wurde durch einene Saftabzug bei der Rotweinbereitung hergestellt, wobei der Ausbau reinzuchtvergoren im Stahltank passierte. http://www.st-antony.de/

8. Skype Verkostung Weingut St. Antony Rosé 2008 mit meinem geschätzten Kollegen Thorsten Wiessner von Cleverwein.
In einem hellen Lachston präsentiert sich der Wein im Glas. Ein frisches Bukett aus dem Aroma von jungen Erdbeeren, frisch gepflückten Himbeeren und Anklängen von Minze. Am Gaumen roter Apfel und musikalische Cranberrys. Nicht Sauer, trotz Jugend und harmonisch eingebunde Säure machen diesen Topfen zum Spassrosé, der ideal die ersten Grillpartys des Jahres einleiten wird. Begleiter zu Seafood und frischen Früchten. Preisleistungstipp!

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Toni Jost Jodocus Riesling trocken 2007

>> Montag, 9. März 2009

Rebsorte: Riesling
Alkoholgehalt: 12%
Herkunft: Mittelrhein / Rheingau


Während mein Kollege Thorsten Wießner in der nähe von Hamburg einen Fürst Löwenstein Riesling Kabinett trocken 2007 Homberg Kallmuth bei unserer Skypeverkostung im Glas hatte, vergnügte ich mich mit Toni Jost`s Jodocus. Deutschland sucht den Superriesling? Ich habe den Finalisten. Im Glas spielt er mit grünem Apfel die Leadguitar während im Background Mrs. Guave und die Eindruck hinterlassende Japanische Mistel sanft einleiten. Am Gaumen der charismatische, vollmundige Sänger Aprikose, der von Synthesizer Mango fabelhaft begleitet wird. Den Takt gibt eine samtig und cremige Mineralität an. Die Groupies in Form von dem Säuregerüst sind wunderbar dezent eingegliedert. Saftige Zugabe im Abgang. Für mich eine Entdeckung und der beste Riesling 2009 so far.

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Bein Merlot Jahrgang 2004 & 2006 Stellenbosch Südafrika

>> Samstag, 7. März 2009

Merlot mit rund 10% Cabernet Franc und/oder Cabernet Sauvignon
Alk. 14.0%Vol, Säure 5.6 g/L, pH 3.6, Restzucker 2.6 g/L, Total SO2 66 mg/L, VA 0.52 g/l

http://www.beinwine.com/
http://www.cleverwein.de
http://weinkauf-einfach.com/

Eine interressante Entdeckung aus Stellenbosch. Was kommt dabei raus, wenn ein Ehepaar aus der Schweiz nach Südafrika auswandert um Merlot zu vinifzieren?
Zur Verkostung standen der 2004 er und der 2006er an.
Der 2004er präsentiert sich dunkelrot mit gelblichem Faßrand im Glas. Ein warmes Bukett aus reifen Waldbeeren, schöner rauchiger Würze mit einem Hauch grüner Paprika. Am Gaumen stark animierende Walnuss. Sehr verspielt, ein wenig Kautabak, fordernde saftige Pflaume und Spuren von Bitterschokolade. Ein runder Abgang mittleren Körpers. Gewitzt und geistrich, wie Miss Marple.
Der 2006er ist in seinem Duft etwas gemäßigter, frische Schwarzkirsche, getrocknete Pflaumen und einen Touch Eukalyptus. Am Gaumen eine Offenbarung. Intensive Zwetschge, reizender Pfeifentabak, fabelhaft trocken, auffallend mineralisch mit Anklängen von Cashewnüssen und ausblendender Chilischokolade. Adeliger, harmonischer Abgang. Macht sinnigerweise einen lebendigeren Eindruck. Erinnert mich an Penelope Cruz in Woody Allens "Vicky Christina Barcelona".

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Weingut Eugen Laux 2007 Roter Oktober Qualitätswein b.A. trocken

>> Mittwoch, 4. März 2009

Rebsorten: Dornfelder, Dunkelfelder
Alkoholgehalt: 14%vol
http://www.eugenlaux.eu/
http://www.cleverwein.de/shop,blog


3. und letzte Skypeverkostung mit Thorsten Wießner von cleverwein.de bezüglich der Weine von Eugen Laux. Als kleine Besonderheit nahm der Winzer Marcel Büchler (Eugen Laux) an der Verkostung teil. Vorab erwähnt, ein sehr sympathischer Mensch, von dem man noch einiges hören wird. Dunkelrot mit lila Reflexen präsentiert sich der Wein im Glas. Mächtiges Bukett geprägt durch warme Schwarzkirsche mit Chayenpfeffer, leichte rote süße Himbeere und eine stark rezenter werdende Wacholderbeere machen den ersten Eindruck zu einem Erlebnis. Am Gaumen überzeugendes Johannisbeerengelee und überraschend breiter Körper. Leicht unausgewogene Tannine. Ein rassiger und molliger Abgang, bei dem sich das Säuregerüst wieder in die Reihe einfügt.
Das gesamte Interview mit Marcel Büchler (Winzer Eugen Laux) lesen Sie unter http://www.cleverwein.de/shop,blog.

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Weingut Eugen Laux 2007 Riesling Qualitätswein b.A. trocken

>> Dienstag, 3. März 2009

Rebsorten: Riesling
Alkoholgehalt: 12,5%
www.eugenlaux.eu
http://www.cleverwein.de/shop,blog

Skype Verkostung Eugen Laux, die 2. mit Thorsten Wießner.
Im Glas kamen wir überein, dass er eine ähnliche Blässe, wie der Dieudonnè aufzeigte. Im Glas vernahmen wir dezente Papaya. Etwas verhaltenes Bukett. Am Gaumen präsentierte sich uns eine unverkennbare intensive Mandarine. Länger im Glas komplettiert sich das Aroma durch Ananas. Leider fiel das störrische Säuregerüst etwas auf. Im schlanken Abgang ein wenig nach Karambole komplettiert durch Cherimoyanoten. Paul Hogan (Crocodile Dundee) vor seiner ersten Liftung...

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Weingut Eugen Laux 2007 Dieudonnè | Qualitätswein b.A. trocken

>> Montag, 2. März 2009

Rebsorten: Chardonnay, Grauburgunder
Alkoholgehalt: 13,5%
www.eugenlaux.eu
http://www.cleverwein.de/shop,blog

Diesen Tropfen verkostete ich im Rahmen der legendären Skypeverkostungen mit meinem geschätzten Kollegen, Thorsten Wießner, von cleverwein.de.
Zu folgendem Ergebnis sind wir gekommen. Im Glas präsentiert er sich Blassgelb. Ein herausforderndes Bukett duftend nach reifen Birnen und frecher Kiwi gepaart mit einer floralen Note nach Sonnenblumen. Erster Eindruck am Gaumen, gelbe Paprika und saftige Honigmelone, die das Säuregerüst ummantelt. Schlanker und dennoch rezenter Abgang. Thorsten sieht ihn als idealer Begleiter zu mediterranen Vorspeisen. Insgesamt eine willkommene Abwechslung eines Newcomers auf dem Weg nach oben.

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Rotari Brut Talento Trento DOC Metodo Classico 2004

Herkunftsland: Italien
Region: Trentino (Trientiner Land)
Rebsorte: Chardonnay,Pinot Nero
Geschmacksrichtung: herb
Alkohol: 12 %

Ein netter Aperitif ohne Anlass...
Im Glas einnehmender Duft nach Honigmelone, Williams Birne und sanfter Mandarine.
Im Mund verhält er sich sehr linear. Spielerischer, prickelnder Granny Smith, reizende leichte Grapefruit und ein harmonisches Säuregerüst machen diesen Schaumwein zu einem easy going Vergnügen. Der runde und geschmeidige Abgang macht Lust auf ein zweites Glas.

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Baron Philippe de Rothschild Mouton Cadet Rouge Bordeaux AC 2006

Region: Bordeaux
Rebsorte(n): Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot
Lagerfähigkeit: noch 3 Jahre
Alkohol in Vol. %: 13,0

Gefälligkeit auf dem zweiten Blick...
Im Glas ein frisches Bukett nach Schattenmorellen, Passionsfrucht und einen musikalischen Hauch Vollmilchschokolade.
Im Mund leichter Ton nach Erdbeeren, ein wenig unreife Tomaten und störende nasse Erde. Verbessert sich etwas in seiner Struktur und Komplexität nach einiger Zeit. Erregendes Pflaumenmousee und Baumtomaten bringen ihn wieder auf Kurs. Trockener, kurzer Abgang schlanken Körpers. Dennoch wird er nicht über Warhols 15 Minuten hinaus im Gedächtnis verweilen.

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Castello Banfi Montalcino Cum Laude Sant'Antimo DOC 2004

Anbaugebiet: Gutseigene Weinberge in den südlichen Hängen von Montalcino ca. 200 m ü.M.
Traubensorte: Cabernet Sauvignon 30%, Merlot 30%, Sangiovese 25%, Syrah 15%
Alkohol: 14,00 % Volumen
Säure: 5,40 g/l
Restzucker: 1,10 g/l
Produktion: 114.000 Flaschen
Verschluß: Naturkork
Auszeichnungen:
Gambero Rosso: 2 rote Gläser
Duemillavini: 2 Trauben

Ein wahrer Gentleman...
Zugegeben ein kleines Lächeln kann man sich bei diesem Ultracuvee nicht verkneifen, dennoch überzeugt er in ganzer Linie. Im Glas tiefrot und geheimnisvoll. Ein warmes, einladendes Bukett aus schwarzen Oliven, Thymian, Johannisbeere und Pfeifentabak. Am Gaumen ein starker Quittengeschmack, gewürzt mit etwas schwarzem Pfeffer und Koriander. Ein schmeichelhafter, trockener und molliger Abgang mit einem überraschendem Touch Wild (Rehrücken). Dieser Wein hat etwas von Giacomo Puccini`s Tosca.

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2005 Monthelie 1er Cru Domaine Prunier Jean Pierre et Laurent

Der Schein trügt...
Im Glas getrübtes Granatrot. Ein warmes Bukett aus Wacholderbeere, Brombeere, grüner Pfeffer und ein Anklang von rauchigem Holz.
Hinter den Weinohren ist er dann leider noch etwas grün.
Unausgewogen mit starker Tendenz zu Sauerkirsche und ein grasiger schlanker Körper machen diesen Tropfen unzugänglich.
Sein trockener und gefälliger Abgang lässt erahnen, wo die Reise in ein paar Jahren noch hingehen könnte, leider steht im dort das nächste Manko im Weg, sein Korken. Billige Verarbeitung, so dass dieses Exemplar nicht mal dieses Jahr zuende durchgehalten hätte. Durchweg eine Enttäuschung.

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